Klassische Massage
Die Massage ist eines der ältesten Heilmittel der Medizin und hat ihre Wurzeln in allen Kulturen. Die der griechisch-römischen Tradition entstammende klassische Massage erhielt zum einen durch den schwedischen Heilgymnasten Peer Henrik Ling und zum anderen durch den holländischen Arzt J. Georg Mezger ihre im wesentlichen noch heute ausgeübte Anwendung.
Die Klassische Massage hat eine große Variationsbreite, durch die Wahl der Grifftechnik, der Dauer und der Intensität und das ständige Ertasten und Berücksichtigen des Gewebsbefundes können ganz unterschiedliche Zielsetzungen verfolgt werden. So können zum Beispiel wettkampfvorbereitende Massagen bei Sportlern oder nach einem Wettkampf Entmüdungsmassagen durchgeführt werden, bei Ödemen können entstauende Griffe verwendet werden, man kann gezielt schmerzlindern wirken oder wie bei der psycho-aktiven Massage die Psyche beeinflussen.
Die klassische Massage lässt sich gut mit anderen Massagetechniken kombinieren, wie z.B. der Triggerpunktbehandlung oder Querfriktionen (Deep Friction).
Klassische Massage wird nicht nur als Rückenmassage eingesetzt, ebenso kann eine klassische Armmassage, Beinmassage, Fußmassage, Handmassage, Kopfmassage, Gesichtsmassage oder Bauchmassage und natürlich auch eine Ganzkörpermassage durchgeführt werden.
Zu den Wirkungen der klassischen Massage gehören unter anderem:
- Entspannung
- Verbesserung des Allgemeinzustandes
- Verminderung des Muskeltonus
- Verminderte Wahrnehmung von Schmerzen
- Verminderte Ausschüttung der Stresshormone Kortisol und Adrenalin
- Verminderung von Angstgefühlen
- Besserung einer depressiven Stimmungslage
- Stabilisierung des Immunsystems
Krankheitsbilder, bei denen Massage angewendet wird, sind unter anderem:
Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, statisch und funktionell
bedingte Muskelüberlastungen, Zustandsbilder nach Operationen des
Bewegungsapparates, narbige und andere gewebliche
Strukturveränderungen, posttraumatische Zustandsbilder, Fehlatemformen,
arterieller Bluthochdruck, schlaffe Lähmungen, körperliche
Entwicklungshemmung bei Kindern, Psychovegetative Syndrome (Schwindel,
Angst, Unruhe, Depression, geschwächtes Immunsystem...)
